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(PM 14/2017) Die eigenen Wünsche entdecken und klar formulieren

Gespräch mit einem niedersächsischen Bauherren, der für die zweite Lebenshälfte neu plante und baute.

Was gab den Ausschlag für Ihren nichtalltäglichen Entwurf eines Bungalows?

Wir wollten ein Haus ohne Treppen – alle Räume sollten sich auf einer Ebene befinden. Außerdem sollte es ein Flachdach haben. Das Bauamt hatte jedoch besondere Vorgaben zur Dachgestaltung erlassen: Entweder ein ausgesprochenes Steildach, in jedem Falle kein Flachdach. Wir zogen dann ein Pultdach in Betracht, mit einer Neigung von zehn und von zwölf Grad, das als Gründach ausgeführt werden musste. Diese Lösung erleichterte es, größere Flächen zu pflastern. Wir boten dafür sozusagen unseren persönlichen ökologischen Ausgleich an.

Warum ein verklinkerter Bungalow?

Wir wollten eine langfristig taugliche und damit barrierefreie Lösung. Als Liebhaber von Sichtziegelfassaden hatten wir uns in den stranggepressten Klinker Roßlau Wechselsortierung von Wienerberger „verknallt“. Das kontrastreiche Rotblaubunt mit dem Kohleschmolz und die rustikale Oberfläche zeigen Charakter. Es passt zu dem besonderen Dachkorpus.

Oberster Grundsatz war, unser Geld in eine sichere, dauerhafte und wartungsarme Gebäudehülle zu investieren, die uns locker überleben wird. Das verklinkerte Ziegelhaus ist alles in allem die beste Lösung, wenn man später keine Arbeit mit den Gebäudefronten haben will. Wärme- und schallschutztechnisch erreichten wir das, was wir wollten. Grundrissänderungen bleiben möglich, ohne in die Statik einzugreifen. Zudem verbrauchen wir heute sehr viel weniger Energie zum Heizen als in unserem alten Haus. Was will man mehr.

Einige Vorgaben des Bauamtes haben Sie beschäftigt. Wie sind Sie damit zurechtgekommen?

Ja, die Vorgaben zur Dachneigung waren lange ein Thema. Trotz einiger Mehrkosten erfreuen wir uns heute am Gründach. In Abständen müssen die Flächen künftig vom Fachmann gewartet werden. Die passenden Zinkblenden sind ebenso wartungsarm wie die Klinkerfassade. Sie bilden die Begrenzung des Traufkastens. Der Dachüberstand, breiter als üblich, sichert gleichzeitig den Spritzschutz der Fassade, dient der Verschattung der Fenster und sorgt für einen geschützten Hauseingang. Alles in allem ist das auf Dauer eine praktische Lösung. Wegen des Schornsteines mussten wir die Position des Baukörpers noch einmal verändern, da 15 Meter Abstand zur Hauswand des Nachbarn einzuhalten waren. Darauf waren wir anfangs nicht vorbereitet.

Irrungen und Wirrungen gab es bei der Bodenversiegelung. Zur Baugenehmigung mussten versickerungsfähige Pflasterflächen ausgewiesen werden, die auch umgesetzt wurden. Dann kam die nächste Behörde, die der örtlichen Stadtentwässerung: versickerungsfähiges Pflaster, gleich welcher Art würde nicht akzeptiert werden. Nun haben wir zwei unterschiedliche Pflasterungen auf dem Hof, wobei die versickerungsfähige Variante die teuerste war.

Ihr neues Zuhause weist einige Besonderheiten auf. Waren die von Anfang an klar?

Einige Anleihen stammen aus unserem früheren Haus, andere entwickelten sich im Prozess der Entwurfsplanung, so zum Beipiel zu Raumhöhen und Türgrößen – eine Rollstuhlbreite sollte vorhanden sein.

Neu für die Baufirma war auch unser Wunsch nach Kalkinnenputz. Es gibt nicht allzu viele Fachfirmen, die das heute beherrschen. Der Bauleiter wurde dann in Thüringen fündig. Zusammen mit dem Ziegel sorgt Kalkputz bei uns Zuhause für ein wohngesundes Raumklima.

Wichtig ist, die eigenen Wünsche klar zu formulieren. Dafür muss man auch ein Gefühl für Räumlichkeiten und Raumsituationen entwickeln. Meine Frau und ich haben uns dafür die nötige Zeit genommen.

In Vorgesprächen mit den anderen Baufirmen, die „schlüsselfertig anbieten“, fühlten wir uns nicht genug angehört. Wir sollten Schubladenentwürfe übernehmen. Das gefiel uns gar nicht. Bei „Teambau“ waren wir sehr gut aufgehoben: Dort hörte man richtig zu und begann dann mit uns auf Augenhöhe zu planen.

Sie haben die Garage mit Nebengelass im gleichen „Look“ bauen lassen…

Beide Gebäude sollten wie aus einem Guss wirken. Das haben wir erreicht. Zwei Autos finden dort Platz. Ein etwa zehn Quadratmeter großer Abstellraum dahinter nimmt Gartenmöbel und Fahrräder auf. Wer ohne Keller und Obergeschoss bauen will, muss genau überlegen, wo bestimmte Dinge ihren Platz finden. Der schönste Entwurf des neuen Zuhauses verliert immer, wenn daneben eine gesichtslose Garage steht.

Kompliment, zu dieser Optik passen auch die Außenanlagen…

Ja, das hatten wir uns auch so vorgestellt. Das Grundstück weist eine Steigung von circa 15 Grad auf. Der Galabauer hat das Erdreich mit Granitstelen abgefangen. Im ganzen Außenbereich gibt es keine Treppen. Graues Pflaster und Naturstein harmonieren sehr gut mit den Farben an der Fassade. Die Grünfläche hält sich in Grenzen, denn hier wollten wir den Pflegeaufwand ebenfalls von Anfang an einschränken.
 

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Bildunterschrift 1:
Bungalow und Garten wurden individuell und seniorengerecht geplant. Im Haus und auf der Freifläche gibt es keine Schwellen beziehungsweise Stufen. Das verklinkerte Wohnhaus wirkt aufgrund des Dachkorpus wie eine Skulptur. Blickfang im Garten ist neben den drei Zypressen vor allem die Plastik aus Granit.

Foto: Deutsche Poroton / Eckhard Jordens

 
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