(PM 02/18) Kostengünstig bauen, individuell wohnen, miteinander leben

Berlin, Februar 2018 (PRG) – Das Problem fehlenden bezahlbaren Wohnraums ist nicht nur auf Ballungszentren beschränkt, wie das Beispiel Baden-Baden zeigt. In der Stadt mit einer der größten Millionärsdichten Deutschlands fehlen hunderte günstige Mietwohnungen. Die Gesellschaft für Stadtentwicklung GSE geht das Thema an und hat mit dem Projekt „Wörthböschel“ ein Quartier geschaffen, das hohe Bau- und Wohnqualität zu erschwinglichen Mieten bietet.
Das Gebäudeensemble besteht aus vier punktförmigen Wohngebäuden mit zwei Grundtypen in unterschiedlicher Höhe. Der Entwurf stammt vom Karlsruher Architekturbüro Kühnl + Schmidt Architekten AG, die Bauausführung als Generalübernehmer lag bei der Moser GmbH & Co. KG aus Baden-Baden. Die beiden fünfgeschossigen Gebäude erstrecken sich entlang der Straße im Westen des Quartiers, von wo sie erschlossen werden. Östlich liegen die drei- und viergeschossigen Gebäude. Die versetzte Anordnung ermöglicht Freiflächen, die Räume für gemeinschaftliche Nutzung zur Erholung sowie für Parkplätze und Müllsammelstellen schaffen.
 

Sozial verträglich und generationengerecht


Jedes Gebäude besitzt einen innenliegenden Kern mit Installationsbereich, um so die Mietfläche zu optimieren. Insgesamt stehen etwa 5 000 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Von den 78 Wohnungen werden 20 durch das baden-württembergische Landeswohnraumprogramm gefördert. Der Mietpreis der geförderten Einheiten beginnt bei 5,60 Euro je Quadratmeter, im Durchschnitt zahlen die Mieter für die Ein- bis Vierzimmerwohnungen 6,80 Euro. „Wir erreichen mit diesem Mix an Grundrissen und der Preisgestaltung ein ausgewogenes Verhältnis von Singles, Paaren und Familien im Quartier“, sagt Alexander Wieland, Technischer Geschäftsführer der GSE. Alle Wohnungen verfügen über Balkon oder Terrasse und sind barrierefrei erreichbar. In einem der vier Häuser ist zudem das Erdgeschoss rollstuhlgerecht gestaltet. Damit geht die GSE über die Landesbauordnung Baden-Württemberg hinaus, die lediglich Barrierefreiheit fordert. „Als städtisches Wohnungsbauunternehmen stehen wir in der Verantwortung und nehmen eine Vorbildfunktion ein“, erläutert der Geschäftsführer die Beweggründe für dieses freiwillige Engagement. Für das Bauprojekt „Wörthböschel“ investierte die GSE etwa zwölf Millionen Euro.
 

Ganzjährig angenehmes Wohnklima


Errichtet wurden die vier Mehrgeschosser in monolithischer Ziegelbauweise. „Wichtig war uns eine robuste, dauerhaft werthaltige Massivkonstruktion ohne zusätzliche Außendämmung“, begründet Alexander Wieland die Entscheidung pro Ziegel. „Das hilft uns, die Instandhaltungskosten langfristig niedrig zu halten.“ Die Wahl fiel auf den perlitgefüllten Ziegel S10-P in der Stärke 36,5 Zentimeter von Wienerberger. Von seinen Vorteilen konnte Bettina Gewehr vom Wienerberger Projekt Management WPM die Verantwortlichen überzeugen. Der Poroton-S10-P punktet mit seiner sehr hohen Wärmedämmung. Im Zusammenspiel mit hocheffizienten Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Fußbodenheizungen und bedarfsgeregelten Abluftanlagen haben die vier Gebäude einen Jahresprimärenergiebedarf von lediglich 32,9 kWh/m²a und erreichen den Standard KfW-Effizienzhaus 70. Mit der charakteristischen Mauerwerksdruckfestigkeit fk 3,6 MN/m² in der Druckfestigkeitsklasse 10 sorgt der S10-P für sichere Statik, mit einem Direkt-Schalldämm-Maß von Rw,bau,ref 52,0 dB schützt der Wandbildner bestens vor Außenlärm. Hinzu kommen die Vorzüge, die gebrannten Ton bereits seit tausenden von Jahren zu einem der beliebtesten Wandbaustoffe machen: Ziegel sind diffusionsoffen und besitzen eine hohe thermische Speichermasse. Sie regulieren Feuchte und Temperatur sehr gut und sorgen ganzjährig für ein angenehmes Wohnklima. Die Innenwände sind mit Poroton-Planziegeln errichtet. Für den Erschließungskern wurden 24 Zentimeter starke, Poroton-Planfüllziegel verwendet, die einen sehr guten Schallschutz bieten und so den Wohnkomfort erhöhen..
 

Qualität entscheidet


„Jeder hat das Recht, in einem Umfeld mit hoher Qualität zu wohnen“, ist Alexander Wieland überzeugt. „Mit dem Projekt ‚Wörthböschel‘ haben wir das erreicht: Ein Wohnensemble mit einer guten sozialen Durchmischung, das kostengünstiges Bauen mit individuellem Wohnen verbindet.“


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Bildunterschrift 1:
Das Quartier „Wörthböschel“ verbindet hohe Bau- und Wohnqualität mit günstigen Mieten. 20 von 78 Wohnungen sind gefördert, der Durchschnittsmietpreis liegt bei 6,80 Euro pro Quadratmeter. Errichtet sind die vier Gebäude monolithisch mit dämmstoffverfüllten Poroton-Ziegeln in der Stärke 36,5 Zentimeter.


Foto: Deutsche Poroton / Heinz Heister

Bildunterschrift 2:
Die versetzte Anordnung der vier Punkthäuser schafft Räume für Gemeinschaftsflächen sowie für Parkplätze, Fahrradstellplätze und Müllsammelstellen. Auf eine kostspielige Tiefgarage konnte verzichtet werden, was sich günstig auf den Mietpreis auswirkt.

Grafik: Kühnl & Schmidt

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Bildunterschrift 3:
Die Zwischenflächen bieten geschützte Räume für die Bewohner, hier der Spielplatz für die Kinder des Quartiers. Die Anzahl der Geschosse variiert von drei bis fünf Etagen.

Foto: Deutsche Poroton / Heinz Heister

Bildunterschrift 4:
Jede Wohnung verfügt entweder über Terrasse oder Balkon. Die Farbgestaltung in Weiß, Orange und Grau rhythmisiert die Fassade. Die weit auskragenden Balkone vergrößern die Mietflächen, reflektieren den Umgebungsschall und erhöhen so den Wohnkomfort.

Foto: Deutsche Poroton / Heinz Heister

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Bildunterschrift 5:
Bodentiefe Fenster fluten die Wohnungen mit Tageslicht. Wände und Decken wurden bereits fertig tapeziert. Der Mix aus Ein- bis Vierzimmerwohnungen sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Singles, Paaren und Familien im Quartier.

Foto: Deutsche Poroton / Heinz Heister

Bildunterschrift 6:
Der perlitverfüllte Poroton-Ziegel S10-P sorgt für sichere Statik ohne zusätzliche Außendämmung bei bestem Wärme-, Brand- und Schallschutz.

Foto: Deutsche Poroton

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